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Theaterankündigung Mai 2018 (Teil 2)

Heimaten. Sehnsucht nach Irgendwo

Heimat: Das sind die ersten Erfahrungen, der vertraute Raum, in dem man laufen und sprechen lernte; das sind die Nachbarn und Freunde, das leckere Essen, die gewohnten Feste, die Sicherheit des Daseins in der Elternwelt, das Paradies der Erinnerung, aus dem man angeblich nicht vertrieben werden kann. Heimat ist eine Landschaft. Dann aber ist Heimat der Ort, den man verlassen muss, um in der Welt etwas zu werden, der Ort von Abschied und vielleicht Heimkehr. 

Heimat. Was ist das eigentlich? Ist das ein Ort? Oder ein Gefühl? Wie kann sie sich zeigen? Hat jeder Mensch so etwas oder gibt es auch Heimatlose?

Das sind nur einige der vielen Fragen, mit denen sich unser DS- Kurs unter der Leitung von Frau Einhaus zu Beginn der Arbeit an dem Stück "Heimat ist ein Verb" beschäftigte.

Um all diese Fragen zu beantworten, arbeiteten wir uns im Folgenden Stück für Stück durch jegliches Stadium des dokumentarischen Theaters, das heißt, wir fassten zunächst unsere eigenen Assoziationen zu diesem Thema zusammen, befragten dann auch Freunde und Familie dazu und setzten dies schließlich in eine szenische Ausarbeitung um.

Unter anderem dadurch, dass wir ein Kurs der verschiedensten Nationalitäten sind, wurde uns im Zuge der Arbeit an unserem Stück klar, dass nicht nur ein Land, eine Stadt oder ein bestimmter Ort ausreichen können, um Heimat zu beschreiben, sondern dass es sich dabei auch um Beziehungen und sogar Erinnerungen handeln kann.

Insgesamt kamen wir also zu dem Schluss, dass Heimat für uns als ein Gefühl der Geborgenheit definiert werden kann.

Was ein passiv - aggressiver Chor, syrische Künstler, "Gast"-Arbeiter und deren Kinder damit zu tun haben, welche Gemeinsamkeiten Flüchtlinge über Jahrhunderte hinweg haben und was am Ende von der verzweifelten Suche nach "der einen Heimat" bleibt, erfahren Sie heute Abend.

Marc Welcher