50 Jahre Erfahrung mit Bildung, Zusammenleben und Kultur – das FDG feiert Jubiläum
Was eint unter anderem die Wissenschaftsjournalistin Anne Hardy, den Hessischen Minister der Justiz, Christian Heinz, sowie das Jazz-Talent Peter Klohmann? Sie alle haben das FDG besucht, eine Schule, die sich damals wie heute einerseits durch ein hohes Niveau, andererseits durch eine Kultur des konstruktiven und ungezwungenen Miteinanders im Frankfurter Westen profiliert hat. Am Freitag, den 12. September, fand zum fünfzigjährigen Jubiläum der Schule ein akademischer Festakt im Großen Saal des BiKuZ statt, zu dem neben Schülern und Schülerinnen der Q1, Elternvertretern und Lehrern sowie Lehrerinnen auch Abgeordnete aus der Politik sowie ehemalige Schüler und Schülerinnen eingeladen waren. So kamen neben Grußworten und Schulvisionen sogar historische Streichideen zur Sprache.
Das FDG sei ein „Oberstufengymnasium nach hessischer Manier“, wie Frau Hohmeister zunächst betonte, nachdem die Friedrich-Jazzauer-Society unter der Leitung von Herrn Müller musikalischen Schwung geboten hatte. Denn aus dem ursprünglichen Plan, eine Oberstufe für die Verbundsschulen, nämlich für die Leibnizschule sowie die Helene-Lange-Schule, bereitzustellen, ist nun eine begehrte Oberstufenwahl auch für Schüler aus dem gesamten Main-Taunus-Kreis sowie dem übrigen Frankfurter Westen geworden. So, wie das FDG vor 50 Jahren zunächst die Jungen der Leibnizschule und die Mädchen der Helene-Lange-Schule vereint hat, so zeigt sich das Gymnasium auch heute als Ort der Begegnung zwischen Schülern und Lehrern unterschiedlicher Nationen und Bevölkerungsgruppen. Merklich zentral ist hier ein gemeinsamer Strang, an dem wir alle ziehen, was Oberbürgermeister Mike Josef lobend hervorhob.
Moderiert wurde die gesamte Veranstaltung von einem echten Könner-Team: Caroline Stadtmüller (Q3) wurde dabei unterstützt vom hr-Redakteur Stephan Hübner, der ebenfalls Schüler dieser Schule gewesen war.
Die Neugier nach dem Verborgenen und das unbeugsame Streben nach Demokratie entgegen jeglicher antidemokratischer Kräfte lassen uns als Schule dabei in die großen Fußstapfen des Namensgebers unserer Schule treten. Denn der junge Friedrich Dessauer entwickelte schon in Jugendjahren ein Röntgengerät. Und als kluger Kopf verstand er es, selbst dem erstarkten Nationalsozialismus in Deutschland unerschrocken die Stirn zu bieten, auch wenn er dies später mit seinem Leben bezahlen sollte. Diese Unerschrockenheit im Miteinander besiegelte dann der Englisch-LK der Q1 von Herrn Kaperdos, der symbolisch für ein grenzenloses Miteinander eine Schriftrolle durch alle Hände gehen ließ.
Aber nicht nur das zeichnet das FDG aus – es sind die gemeinsamen Erinnerungen, die selbst den Hessischen Minister für Justiz und für den Rechtsstaat, Christian Heinz, einmal ganz freudig über Streiche erzählen ließen, bei denen Teebeutel an die Decke der Cafeteria geschleudert wurden. Natürlich heißt hier das Motto: „Bitte nicht nachmachen!“ – oder sollte doch irgendwann einmal ein Abistreich diesem Vorbild folgen? Man darf gespannt bleiben…
Aufgeheitert wurde das Publikum dann durch den Saxophonisten Peter Klohmann, der in zwei Solo-Improvisationen nicht nur mit seinem Tenorsaxophon, sondern auch mit seiner Stimme moderne Jazz-Nuancen über alte Klassiker wie Summertime von George Gershwin geradezu fliegen ließ. Danach folgte ein Austausch von Visionen im Rahmen einer Podiumsdiskussion, an der sowohl Personen aus der Politik – wie der Attaché für Sprache und Bildung in NRW und Hessen, Emmanuel Beaufils – teilnahmen, als auch Herr Barske und die Schülerin Hannah Zurwehme aus der Q3
Nun neigte sich das Programm dem Ende zu: Nach einer Rede des langjährigen Fördervereinsvorsitzenden Burkhard Broj sowie einem Grußwort der Ortsvorsteherin des Ortsbeirates 6, Susanne Serke, die ebenfalls Schülerin am FDG gewesen war, rundeten der Chor und die Friedrich-Jazzauer-Society den Festakt mit dem Stück „Somewhere Over The Rainbow“ musikalisch ab. Das im Anschluss eröffnete Buffet lud alle Gäste und Teilnehmer sowie Teilnehmerinnen ein, bei gutem Essen und Gesprächen die Festivitäten feierlich ausklingen zu lassen.
In der lokalen Zeitung, darunter der FAZ, findet sich bereits ein Artikel zum akademischen Festakt. Wer nun Lust auf mehr FDG-Jubiläum bekommen hat: Am kommenden Freitag, den 19. September, findet das BiKuZ-Fest, eine Stadtteilfeier, statt, einen Tag später folgt das Jubiläums- und Ehemaligenkonzert.
Das FDG bleibt zwar ein kleiner Schritt für die Verbundsschulen, ist aber ein großer Schritt für den gesamten Frankfurter Westen und den Main-Taunus-Kreis.
Daniel Preißmann, 14.09.2025




























