Wie Menschen mit Tieren umgehen: Tierethik und Tierrechtsaktivismus

Die im Ethikkurs der Q2 bei Dr. Fuad Alidoust behandelte Tierethik wirft grundlegende moralische Fragen zur Nutzung, Tötung und Verdrängung von Tieren für menschliche Zwecke auf. Um das Thema aus praktischer Perspektive zu vertiefen, besuchten am 19. Mai 2026 die Tierrechtsaktivistin Claire Lindsay und der Tieraktivist Jan Fetisch von Schüler für Tiere e. V. unseren Kurs. Zu Beginn skizzierten die Gäste vor den ebenfalls anwesenden Lehrkräften Klaus Herrmann und Vanessa Brown die Beweggründe moralischen Handelns. Warum tun oder unterlassen wir, was wir moralisch für richtig/falsch halten? Welche Rolle spielt dabei die Intuition? Von diesen Grundfragen aus rückte schnell die Nutzung von Tieren für die menschliche Ernährung in den Fokus.
Im anschließenden Vortrag stellten die beiden unterschiedliche Formen der Tierhaltung sowie die Bedingungen in der Massentierhaltung vor. Besonders eindrücklich waren Bilder und Videos, die die oft ethisch problematischen Lebens- und Haltungsbedingungen vieler Nutztiere sichtbar machten. Auch die Unterschiede zwischen konventioneller Tierhaltung und Biohaltung wurden beleuchtet: Zwar bringt Biohaltung Verbesserungen mit sich, bleibt aber aus tierethischer Sicht kritisch. Der Austausch war nicht nur informativ, sondern stellte auch Argumentationsmuster infrage, mit denen eine anthropozentrische Position begründet wird.
Zum Schluss sprachen die beiden darüber, welche Verantwortung Verbraucherinnen und Verbraucher tragen und welche Möglichkeiten es gibt, durch bewussteren Konsum Tierleid zu verringern. Dabei berichteten sie auch über ihre persönliche Hinwendung zum Veganismus und wie man Schritt für Schritt einen solchen Weg ansteuern kann. Die Veranstaltung regte viele Schülerinnen und Schüler dazu an, sich intensiver mit Tierrechten und dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen.
Arushi Talwar (Q2_GOE) & Dr. Fuad Alidoust
























