„Ein flüchtiges, ein bloß unvorsichtiges Wort genügt!“
Der DS-Kurs Q2 unter der Spielleitung von Frau Trikic spielt am 23. und 24. April um 19 Uhr in der Biringer Halle.
„Ein flüchtiges, ein bloß unvorsichtiges Wort genügt!“ – und schon wird es zum Anlass für Verurteilung, Strafe und Gewalt. Diese erschreckende Einsicht formulierte Franz Kafka bereits 1914 in seiner Erzählung In der Strafkolonie.
In einer Gegenwart, in der autoritäre und totalitäre Machtstrukturen weltweit wieder an Einfluss gewinnen, haben wir uns aus verschiedenen Perspektiven mit grundlegenden Fragen auseinandergesetzt: Was kennzeichnet Totalitarismus? Welche Parallelen lassen sich zwischen historischen und aktuellen politischen Bewegungen ziehen? Was bedeutet es, Macht, Willkür und Gewalt schutzlos ausgeliefert zu sein? Und inwiefern betreffen uns die Themen aus Kafkas Erzählung auch heute noch?
Widerstand gegen Unterdrückung ist kein Phänomen der Vergangenheit. Schon während der Zeit des Nationalsozialismus gab es mutige Gegenbewegungen – und auch heute erheben Menschen weltweit ihre Stimmen gegen autoritäre Regime. Besonders prägend ist dabei die Perspektive von Frauen: Ihr Mut, sich Repressionen entgegenzustellen, macht sie immer wieder zu treibenden Kräften von Widerstand.